Hi Solopreneur,

August. Bei mir wird es gerade etwas ruhiger. Ich hoffe bei Dir auch.

Letzte Woche die letzte Session der aktuellen Kickstarter-Kohorte. Diese Woche dann die Feedback-Gespräche.

Die haben richtig, richtig Spaß gemacht.

Ich habe mich mega über das positive Feedback gefreut. Und ich habe in diesen zwei Stunden wieder so viel über mein eigenes Produkt gelernt.

Und dann passiert das, was bei mir oft passiert, besonders wenn der Kalender leerer wird.

Die Ideen springen an.

Eine Frage lässt mich schon länger nicht los: Wie arbeitet ein Solopreneur in einem Jahr?

Machen wir uns nichts vor. Solopreneure sind ein stark wachsender Markt, insbesondere in den nächsten Jahren. Immer mehr Leute werden Solopreneure sein.

Aber sie haben nicht die gleichen Voraussetzungen.

🧭 Zwei Wege in dasselbe Business

Solopreneur 1 arbeitet wie 2015.

Alles selbst machen, bis es weh tut. Dann Hilfe holen: eine VA, eine Agentur, später vielleicht einen Angestellten. AI kommt irgendwann dazu. Als Werkzeug, wenn Zeit ist.

Solopreneur 2 baut anders auf.

Vom ersten Tag an aufschreiben, wie gearbeitet wird. Aufgaben abgeben, bevor sie weh tun. Nur eben nicht an Menschen. Und wachsen, ohne dass die Firma größer wird.

Beides kann man machen. Es funktioniert nur nicht gleich gut.

Solopreneur 1 arbeitet härter für dasselbe Ergebnis.

Denn wer AI erst dazuholt, wenn alles läuft, baut sie in Prozesse ein, die für Menschen gebaut sind. Das ist Nachrüsten. Und Nachrüsten kostet immer mehr.

💬 Das Wachstum bei Solopreneuren der neuen Schule ist enorm. Das Kernelement dahinter sind Systeme.

🧱 Die fünf Bausteine der neuen Schule

Fünf Dinge, die die neue Schule anders macht. Und wie ich das bei mir konkret versuche, umzusetzen.

1️⃣ AI von Tag eins

Nicht "wir schauen später, wo AI hilft". Sondern bei jeder neuen Aufgabe die Frage: Muss ich das überhaupt selbst machen?

Das ist eine Gewohnheit, kein Tool.

Wenn eine Aufgabe zum zweiten Mal auf meinem Tisch landet, wandert sie nicht in meine To-do-Liste. Sie wandert in meine Prozessanalyse.

Dann schaue ich mir an, wie der Prozess wirklich aufgebaut ist. Warum ich das so mache. Welche Alternativen es gäbe. Und wie ich das Ganze in einen Prozess gieße.

Beim dritten Mal mache ich es nicht mehr selbst.

Klingt banal. Ist aber genau der Unterschied zwischen einem Tool, das Du ab und zu aufmachst, und einem System, das mitarbeitet.

📌 Aus meinem Alltag: Mein Morning Briefing läuft jeden Morgen. Termine, wichtige Mails, offene Projektpunkte. Im Hintergrund, ohne dass ich es anstoße.

2️⃣ Glasklare Prozesse

Der langweiligste Punkt. Und der wichtigste.

Automatisieren kannst Du nur, was Du beschreiben kannst.

Wer seinen Prozess nur im Kopf hat, hat nichts zum Automatisieren.

Das klingt nach Bürokratie. Es ist aber der Grund, warum meine Produktion nicht mehr an meiner Tagesform hängt.

Und jeder Fehler, den ich einmal repariere, ist für alle künftigen Male repariert.

📌 Beispiel: Dieser Newsletter folgt einem Prozess mit 14 Schritten. Von der Ideenfindung über Bildgenerierung und Lektorat bis zur Abstimmung. So kommt er in meinem Ton raus. Und in der Qualität, die ich haben will.

3️⃣ Dein Wissen als wichtigster Schatz

Der Baustein, den fast alle überspringen.

Dieselbe AI liefert bei Dir deutlich bessere Ergebnisse als beim Nachbarn, wenn sie Deine Kunden kennt. Deine Fälle. Deine Sprache.

Ohne diesen Kontext bekommst Du dieselben mittelmäßigen Antworten wie alle anderen.

Deshalb habe ich für mein Business ein sehr ausgeweitetes Kontextwissen aufgebaut. Eine Art Second Brain.

Wie ich schreibe. Welche Wörter ich nutze und welche nie. Wie lang meine Sätze sind. Dazu Kundendossiers, Angebote, alte Gespräche.

📌 Was das bringt: Jede neue Präsentation, jede Landingpage, jede Mail kommt mit meinem Kontext heraus. Und hört sich damit exakt nach mir an.

4️⃣ Sichtbarkeit

Kein Baustein hilft, wenn Dich niemand kennt.

Die neue Schule ist dauerhaft auf Social Media präsent. Weil dort die Kunden sitzen. Und weil Vertrauen Zeit braucht.

Entscheidend ist das Durchhalten.

Wer jeden Post bei Null anfängt, hört nach sechs Wochen auf. Kenne ich gut. Solange jedes Posting ein leeres Blatt gewesen ist, sind bei mir ganze Wochen ausgefallen.

Heute starte ich nie bei Null. Meine Themen, meine Hook-Muster und meine Fälle liegen im System.

📌 Wie ich poste: Auch hier gibt es eine klare Abfolge. Ich schreibe nicht mehr jeden Tag einzelne Posts, sondern nehme mir meistens einen Tag für die Planung von Wochen, idealerweise der ganze Monat.

5️⃣ Skalieren ohne Team

Mehr Umsatz, gleiche Kopfzahl.

Ein Solo-Setup mit AI schafft heute Dinge, für die es vor drei Jahren mindestens fünf Leute gebraucht hätte.

Inzwischen hat mein Team sogar Namen. Ich habe mir Agenten gebaut, jeder mit einem klar abgegrenzten Bereich: einer für Content, einer für Sales, einer für Technik und Automatisierung, einer fürs Büro.

Ich briefe sie wie Mitarbeiter. Nur ohne Onboarding, ohne Urlaubsplanung, ohne Fixkosten.

Und wenn einer Mist macht, korrigiere ich einmal die Anweisung. Dann sitzt es dauerhaft.

📌 Mein liebstes Beispiel: Sam Sales. Sie steuert meine Sales-Aktivitäten, checkt neue Leads und bereitet Mails vor.

🎛️ Deine Rolle verschiebt sich

Und hier hängt alles zusammen.

Vier von diesen fünf Bausteinen hängen an einem AI-System, das Dich kennt.

Vor zwei Jahren war so ein Setup eine Wette. Heute ist es eine Entscheidung.

Deine Rolle verschiebt sich vom Ausführenden zum Anleitenden.

Du beschreibst, was entstehen soll. Nicht mehr, wie es geklickt wird.

Genau da trennen sich Solopreneur 1 und Solopreneur 2.

⚠️ Kurzer Selbst-Check

⚠️ Drei Fragen, zwei Minuten:
→ Hast Du diese Woche Dinge zweimal oder öfter genau gleich gemacht?
→ Steckt Dein wichtigster Prozess nur in Deinem Kopf?
→ Musst Du Deiner AI jedes Mal neu erklären, wer Deine Kunden sind?

Jedes "ja" zeigt Dir, wo Dein nächster Baustein liegt.

Wrap it up

Der Markt für Solopreneure wächst. Aber es entstehen gerade zwei Typen von Solopreneuren.

Die fünf Bausteine: AI von Tag eins, glasklare Prozesse, Dein Wissen als Schatz, Sichtbarkeit, skalieren ohne Team.

Vier davon bleiben Theorie, solange kein System dahinter steht, das Dich kennt.

Und ehrlich: Ich sehe gerade, wie einige die Transformation in die neue Welt richtig gut hinkriegen.

Ich bin überzeugt, dass in den nächsten Monaten sehr viel mehr diesen Weg gehen.

Der Abstand zwischen Solopreneur 1 und Solopreneur 2 wird nicht kleiner. Er wächst jeden Monat.

Das geht nicht in einer Woche. Und sicher nicht allein.

Du solltest Dir aber jetzt überlegen, auf welcher Seite Du stehen willst.

🏃‍♂️ Persönliches Update:

Die nächsten Wochen fahre ich bewusst runter. Ein paar entspannte Tage mit der Family.

Heißt: Hier wird es auch etwas ruhiger.

Akkus laden. Im September stehen ein paar mega spannende Sachen an.

Du machst Dein Ding.

Die Automatisierung den Rest.

Bruno

etwas weniger Bildschirmzeit die nächsten Wochen für mich :)

Du willst noch mehr?

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Wenn Du drüber sprechen willst, wie Du selbst zu Solopreneur 2 wirst. Im September habe ich wieder freie Slots.
https://cal.eu/brunosteger/automation-check