Hi Solopreneur,

Es gibt ein Prinzip, das mir mein ganzes Leben lang begegnet.

In Finanzen. Bei Freundschaften. Im Business.

Und trotzdem ist es manchmal noch nicht so hundertprozentig angekommen.

Obwohl es so offensichtlich ist.

Das ist der Zinseszins-Effekt. Im Englischen klingt's cooler: Compounding.

Ein Problem dabei: Meine Ungeduld.

Ich starte was Neues und denke: jetzt geht's durch die Decke.

Nach einer Woche checke ich, ob es schon Ergebnisse gibt.

Nach zwei Wochen bin ich enttäuscht.

Nach vier Wochen verliere ich das Interesse.

Kennst Du das?

Der irrtümliche Glaube ist immer der gleiche.

Dass man aus dem Nichts sofort den Mega-Erfolg hat.

Dass Erfolgstracking in Woche 3 schon Sinn ergibt.

Und wenn es nicht schnell genug kommt: lieber was anderes probieren.

Genau dieses Muster sehe ich gerade auch beim Thema AI & Automatisierung.

Und deshalb will ich heute drüber reden.

🔄 Ebene 1: Dranbleiben

Es gibt Solopreneure, die sich mal mit AI & Automatisierung beschäftigt haben.

Einen Abend. Vielleicht eine Woche lang.

Dann wieder aufgehört.

Weil es "nicht so viel gebracht hat".

💬 Hier die Wahrheit: Wer jeden Tag mit AI & Automatisierung arbeitet, wird richtig gut. Wer es sporadisch probiert, bleibt Anfänger.

Was passiert, wenn man weiter gelegentlich reinschaut?

Die Anderen werden besser. Jede Woche.

Die Schere zwischen denen, die täglich damit arbeiten, und denen, die es ab und zu probieren, wird größer. Nicht kleiner.

Das ist Compounding auf seine direkteste Art.

Nicht spektakulär. Aber wahr.

Step by step

🧠 Ebene 2: Das System lernt mit Dir

Jetzt wird's spannender.

Die neuen AI-Modelle haben Self-Learning schon eingebaut.

Ich nutze das auch in meinem Solopreneur OS.

Je mehr Du mit Automatisierung arbeitest, umso besser wird das System automatisch für Dich.

Wie beim Zinseszins.

Aus einem kleinen Portfolio wird über die Zeit ein riesiges.

Ohne dass Du jeden Tag mehr investierst.

Das Coole am Compounding: es läuft für Dich.

Das Blöde: es läuft auch gegen Dich, wenn Du wartest.

Wer jetzt anfängt, hat in 12 Monaten einen Vorsprung, den man kaum noch aufholt.

Und wie baust Du das konkret ein?

Drei Schritte. Von easy bis komplex.

Step 1 — Easy:

Bitte Deine AI, Deine letzten Chat-Sessions zu analysieren.

Was fragst Du am häufigsten?

Wo läufst Du immer wieder in die gleiche Sackgasse?

Daraus kriegst Du direkte Empfehlungen, wie Du Dein Setup verbessern kannst.

Kostet 5 Minuten.

Step 2 — Mittel (so mache ich es):

Ich mache einmal die Woche einen Workflow-Audit in Claude.

Ein automatisierter Check, der schaut:

→ Welche Skills nutze ich häufig

→ Wo ist viel Zeit und Iteration draufgegangen

→ Was sollte aktualisiert oder ausgemistet werden

Das Ergebnis: mein Kontext-Wissen verbessert sich jede Woche automatisch.

Und das Coole: so einen Workflow-Audit kannst Du direkt in Claude einbauen.

Step 3 — Komplex:

Es gibt immer mehr Modelle, die das ganz ohne Dich hinkriegen.

Die brauchen Dich nicht mehr als Sparring-Partner.

Die machen es einfach.

Bekanntestes Beispiel: Hermes Agent

Ich schaue mir das gerade aus Interesse an.

Mit Step 2 bin ich gerade aber schon richtig happy.

💡 Größter Hebel beim Self-Learning: Schreibe Deine Prozesse runter.
Für jeden Teilschritt. Auch wenn es sich redundant anfühlt.
Erst wenn Dein System weiß, wie Du arbeitest, kann es wirklich anfangen, mit Dir zu compouden.

Wrap it up

→ Compounding braucht Zeit. Akzeptiere das.

→ Hol Dir jemanden, der Dich strukturiert reinführt. Damit Du ins Tun kommst, statt ewig zu überlegen.

→ Schau Dir an, wie Dein AI-Setup aus vergangenen Sessions lernen kann.

Jede Woche ein bisschen besser. Das summiert sich.

🏃‍♂️ Persönliches Update

Endlich ist der Sommer da.

Passend zum Sommer: die WM. Fieber hab ich noch nicht so richtig gekriegt.

Aber meine Jungs freuen sich, dass sie am Samstag bis 10 aufbleiben dürfen und das Deutschland-Spiel schauen können.

Und da freue ich mich einfach mit.

Und auf LinkedIn: gefühlt jedes zweite Post zieht gerade Fußball-Interviews als Inspirationsquelle.

Aber hey. Der Sommer braucht auch seine Themen.

Du machst Dein Ding.

Die Automatisierung den Rest.

Bis nächste Woche 🚀

Bruno

frisch aus dem Compounding-Rabbit-Hole :)

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