
Hi Solopreneur,
In den letzten Monaten sind ganz viele auf Claude umgestiegen.
Zurecht.
Bessere Texte, klareres Denken, der angenehmste Sparringspartner, den AI gerade zu bieten hat.
Und dann das.
Mitten in der Arbeit. Bester Flow.
"Du hast Dein Limit erreicht. Bitte warte, bevor Du es erneut versuchst."

Kennst Du, oder?
Ärgerlich. Vor allem, weil es fast immer dann kommt, wenn's grad läuft.
Die gute Nachricht: Das ist kein Schicksal.
Und Du musst dafür auch nicht gleich auf den Max-Plan für 100 Euro im Monat hochstufen.
Mit ein paar einfachen Gewohnheiten holst Du deutlich mehr aus Deinem aktuellen Plan raus.
Hier sind die 5, die bei mir den größten Unterschied machen. Plus ein Bonus für Claude Code.

so kriegst Du mehr Zeit mit Claude
🔄 1. Neuer Chat statt endlosem Thread
Der größte Hebel. Mit Abstand.
Claude liest bei jeder Antwort den kompletten Verlauf nochmal mit.
Je länger der Chat, desto teurer wird jede einzelne Antwort.
Ab ungefähr 15 Nachrichten kostet ein einzelner Austausch ein Vielfaches vom Anfang.
Heißt: Ab etwa 15 Nachrichten lohnt sich ein neuer Chat. Wenn's gerade passt.
Klingt erst mal kontraintuitiv. Aber wenn Du Dich dran gewöhnst, richtig gut machbar.
Neues Thema = neuer Chat.
💡 Kurz erklärt: Claude hat zwischen den Antworten kein Gedächtnis. Es liest jedes Mal den ganzen Verlauf neu. Ein frischer Chat heißt: Claude fängt leicht an, statt einen Rucksack voller alter Nachrichten mitzuschleppen.
🔁 2. Editieren statt Korrektur-Nachricht
Antwort nicht ganz richtig?
Die meisten schreiben dann eine neue Nachricht hinterher. "Nee, kürzer." "Doch lieber förmlich."
Mach's anders.
Geh hoch in Deine ursprüngliche Nachricht und editier sie direkt.
Claude ersetzt die alte Antwort, statt den ganzen Verlauf nochmal durchzukauen.
Spart auf langen Threads tausende Tokens. Und macht den Chat sauberer.
🧠 3. Das richtige Modell für die Aufgabe
Claude hat mehrere Modelle zur Auswahl. Greif nicht reflexartig zum stärksten.
Stell Dir die Modelle wie Gehirne in verschiedenen Größen vor:

→ Haiku = kleines Hirn. Schnell und günstig. Für Einfaches: kurze Fragen, zusammenfassen, formatieren.
→ Sonnet = solides Hirn. Der Allrounder für den Alltag. Texte, Recherche aufbereiten, der Großteil Deiner Arbeit.
→ Opus = großes Hirn. Stark, aber teuer. Nur für echte Denkarbeit: Strategie, Konzepte, knifflige Probleme.
→ Fable = Genie-Hirn. Das stärkste, das es gibt. Und das teuerste. Nur ranlassen, wenn Opus wirklich nicht reicht.
💡 Was kostet das? Abgerechnet wird in Tokens (so heißen die Wortbausteine, in denen AI rechnet, grob 1 Wort ≈ 1,3 Tokens). Preis pro 1 Million Tokens (Eingabe / Ausgabe):
Haiku: 1 $ / 5 $
Sonnet: 3 $ / 15 $
Opus: 5 $ / 25 $
Fable: 10 $ / 50 $
Heißt: Opus ist 5x so teuer wie Haiku. Fable nochmal das Doppelte von Opus. Im Abo zahlst Du nicht pro Token, aber das stärkere Modell frisst Dein Limit schneller. Gleiche Logik.
Faustregel: Routine aufs leichte Modell, harte Nüsse aufs große. Allein das spart laut Tests gut 40% pro Woche.
✂️ 4. Sag, wie lang die Antwort sein soll
Claude neigt zum Ausschweifen.
Ohne Vorgabe kriegst Du oft die doppelte Länge. Und die schleppst Du dann im Verlauf mit, Antwort für Antwort.
Also sag's direkt.
"Max 5 Stichpunkte." "In 200 Wörtern." "Kurz, kein Vorgeplänkel."
⚙️ Pro-Tipp: Pack diese Vorgabe in Deine generellen Instructions (bei Claude in den Profil-Einstellungen unter den persönlichen Präferenzen). Dann macht Claude es automatisch in jedem Chat, ohne dass Du's jedes Mal neu sagst.
💾 5. Wiederkehrendes einmal festlegen
Dein Brand-Guide. Deine Tonalität. Standard-Infos zu Deinem Business. Und ganze Abläufe.
Pack das nicht in jeden neuen Chat rein. Leg es einmal fest:

→ Memory: Claude merkt sich wichtige Fakten über Dich und Dein Business über Chats hinweg.
→ Workflows: Du schreibst einmal genau auf, wie ein Prozess laufen soll. Zum Beispiel, wie ein LinkedIn-Post bei Dir aufgebaut ist. Ab dann liefert Claude immer in dem Stil, ohne dass Du's neu erklärst.
Beispiel: Du hinterlegst einmal, wie Deine Posts klingen und aufgebaut sind. Danach kommt jeder Post automatisch in Deinem Stil. Statt jedes Mal von vorne.
Einmal festgelegt. Nie wieder von vorne erklären. Und die Tokens dafür gespart.
🛠️ Bonus für Claude Code: /compact
Wenn Du mit Claude Code arbeitest, sammelt sich mit der Zeit jede Menge Kontext an. Irgendwann wird's voll und träge.
Tipp: Zieh selbst /compact, sobald der Kontext etwa halb voll ist. Nicht warten, bis es automatisch bei 80% passiert.
Das fasst den Verlauf zusammen, spart zehntausende Tokens und die Antworten bleiben schärfer.

✅ Wrap it up
1️⃣ Neues Thema, neuer Chat. Der größte Hebel.
2️⃣ Korrigieren durch Editieren, nicht durch Nachfragen.
3️⃣ Leichtes Modell für Routine, das große nur für Denkarbeit.
4️⃣ Antwortlänge vorgeben. Am besten gleich in den Instructions.
5️⃣ Wiederkehrendes und Abläufe einmal in Memory festlegen.
➕ Bonus: in Claude Code früh /compact ziehen.
Keine Magie. Nur ein paar Gewohnheiten.
Aber zusammen holst Du locker das Doppelte aus dem gleichen Limit raus.
☀️ Meine Woche:
Diese Woche hab ich einen Workshop gegeben. Über zehn Solopreneure, Hands-on AI- und Automatisierungs-Cases bauen.
Trotz heißer Temperaturen draußen war die Stimmung super. Und wir konnten richtig viel umsetzen.
Ein Learning:
Die Integrationen von Tools in Claude und Co werden immer noch viel zu wenig genutzt. Notion, Gmail und Kalender, Beehiiv für den Newsletter und so weiter.
Da geht so viel.
Genau da sind übrigens die Token-Spar-Tipps von oben Gold wert. Mit Integrationen multipliziert sich der Verbrauch nämlich nochmal.
Also: happy saving.
Du machst Dein Ding.
Die Automatisierung den Rest.
Bis nächste Woche 🚀
Bruno

Saved my week.
Du willst noch mehr?
LinkedIn: immer die aktuellsten News zu AI & Automatisierung
Automation-Check: Dein kostenloser 1:1 Check für Deine Automatisierung.
Hier buchen
