Hi Solopreneur,

diese Woche kam eine Mail, mit der ich nicht gerechnet habe:

Relay macht zu.

Die Automatisierungsplattform, die ich richtig gerne genutzt habe. Einsteigerfreundlich, simpel, ohne Node-Wirrwarr. Vielen anderen ging es genauso.

Innerhalb der nächsten zwei Monate wickeln sie ab.

Und dann bleibt diese eine Frage hängen: Da macht eine AI- und Automatisierungsplattform die Tür zu. Ausgerechnet jetzt. Wie kann das sein?

Viel haben sie nicht rausgelassen. Ein LinkedIn-Post vom CEO Jacob Bank, deckungsgleich mit der Mail. Das war's.

Mich beschäftigt ehrlicherweise eine andere Frage.

Wohin bewegen sich AI und Automatisierung gerade? Und was heißt das für das ganze Ökosystem?

Genau darum geht's heute.

🔍 Kurzer Blick zurück auf 2025

2025 war das Jahr der Workflow-Screenshots.

Du konntest LinkedIn nicht öffnen, ohne einen n8n-Flow zu sehen.

Und Relay mittendrin. Der CEO hat vor einem Jahr sein Marketing-Team gepostet: er selbst, plus 40 AI-Agents als Org-Chart.

Über 32.000 Kommentare unter einem einzigen Post.

Du hast richtig gelesen. 32.000.

So groß war das Thema.

Und heute?

Ich habe seit langem keinen Workflow-Screenshot mehr im Feed gesehen.

Der Hype hat sich verschoben. Hin zu agentischen Abläufen.

Das siehst Du in Deinem Newsfeed. Das siehst Du bei den großen Creators. Das siehst Du auch bei mir.

💡 Kurz erklärt: Agentisch heißt, die AI führt einen Ablauf selbst aus, statt Dir nur zu antworten. Sie entscheidet unterwegs, welchen Schritt sie als nächstes macht.

Der Grund dazu ist banal.

Leute nutzen gerne das, was sie ohnehin schon haben. Keinen Bock auf noch ein Paralleltool. Sie machen die Sache direkt da, wo sie eh schon arbeiten.

Und das ist bei den meisten eben das AI-Tool ihrer Wahl. Bei sehr vielen Claude.

🍰 Vier Stellen, an denen Claude und Co. am Automatisierungskuchen graben

Nicht irgendwann. Das kannst Du heute nutzen.

1. Schnittstellen

Die Kernstärke jeder Automatisierungsplattform: Sie verbindet Systeme, die sonst nichts miteinander zu tun haben.

Genau das machen mittlerweile auch die AI-Plattformen mit ihren Integrationen.

Mein Beispiel: LinkedIn-Kommentare → Notion.

Claude schaut, wer regelmäßig unter meinen Beiträgen auftaucht, gleicht mit meiner Zielgruppe ab und schreibt die Namen priorisiert in meine Leads-Datenbank. Mit Kontext, worauf die Person reagiert hat.

Zwei Systeme, die keine native Verbindung haben.

Früher: Plattform, Webhook, Felder mappen.

Heute: ein Satz.

💡 Kurz erklärt: Ein Webhook ist eine Art Briefkasten. Tool A wirft etwas ein, Tool B holt es ab. Praktisch, aber Du musst ihn erst aufbauen und pflegen.

2. Zeitsteuerung

Auch typisch Plattform: Abläufe, die zu festen Zeiten von allein starten.

Kann Claude auch.

Bei mir läuft jeden Morgen um 7 ein Briefing. Kalender, Mails die eine Antwort brauchen, offene Punkte aus Notion. Liegt fertig da, bevor ich am Schreibtisch sitze.

Ich starte das nicht. Es ist einfach da.

Jeden Tag.

3. Workflows

Das ist für mich der eigentliche Bruch.

Früher hast Du einen Workflow im Editor zusammengeklickt.

Heute beschreibst Du ihn. In Deiner Sprache.

Und dann läuft er. Immer wieder gleich.

📌 Beispiel aus der Praxis: Genau so arbeiten wir im SolopreneurOS. Komplette Abläufe liegen einmal als Anweisung da und laufen dann jedes Mal gleich ab. Mein Newsletter zum Beispiel. Oder meine LinkedIn-Posts.

Kein Editor. Kein Mapping. Text.

4. Claude steuert die Plattformen selbst

Und jetzt der Punkt, den viele noch gar nicht kennen.

Immer mehr Automatisierungsplattformen lassen sich direkt an Claude anbinden. n8n vor allem. Aber auch Make.

Bei mir hängt n8n dran. Wenn ich einen Workflow brauche, beschreibe ich ihn Claude. Claude baut ihn in n8n. Ich schaue drüber und schalte ihn scharf.

Claude gräbt also nicht nur am Kuchen. Es setzt sich obendrauf.

💬 Und da wird's spannend: Die Plattform verschwindet nicht. Sie wird zum Werkzeug, das Claude bedient. Und Du redest nur noch mit einem davon.

⚠️ Du nutzt selbst Relay? Dann brauchst Du bis September einen neuen Platz. Zwei Optionen:

Make: einsteigerfreundlich, mit eigenem Chatbot, der Dir den Flow zusammenbaut. Meine Empfehlung, wenn Du von Relay kommst. Am nächsten dran an dem, was Du gewohnt bist.

n8n: technischer angelegt, dafür kaum Grenzen. Läuft bei mir intern.

Damit wir uns richtig verstehen: Ich sehe weiter eine klare Berechtigung für Automatisierungsplattformen.

Für saubere Abläufe, die 24/7 im Hintergrund laufen sollen, ist Claude aus meiner Sicht noch nicht das perfekte Mittel.

Aber sie holen massiv auf.

→ Der Hype hat sich verschoben. Weg von Workflow-Screenshots, hin zu agentischen Abläufen.

→ Claude kann Schnittstellen, Zeitsteuerung und Workflows. Alles klassisches Plattform-Territorium.

→ Und es steuert die Plattformen inzwischen selbst.

→ Relay ist für mich ein Indiz, kein Beweis. Die Kleineren trifft es zuerst.

→ Beides zusammen ist die Antwort. Aber das Pendel schlägt gerade deutlich in Richtung Claude aus.

🚀 Am 30.07. zeige ich Dir, wie das konkret aussieht.

Live-Webinar. 90 Minuten. Kostenlos.

5 Cases, wie Du mit Claude Dein Solo-Business auf Autopilot stellst

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Schon über 90 Teilnehmer sind angemeldet.

🏃‍♂️ Persönliches Update:

Wenn Du das liest, bin ich schon Richtung Süden unterwegs.

Nächste Woche bin ich am Gardasee. Surfcamp.

Und nein, nicht kiten, nicht foilen. Oldschool Windsurfen.

Ob ich das kann: gar nicht (das Ganze hat als Joke in der Freundesgruppe angefangen, und jetzt machen wir's wirklich).

Wird super witzig. Und super schön.

Schau bei LinkedIn vorbei. Ich vermute, ein paar Bilder wirst Du zu sehen kriegen.

Du machst Dein Ding.

Die Automatisierung den Rest.

Bis nächste Woche 🚀

Bruno

noch trocken :)

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