
Hi Solopreneur,
in letzter Zeit höre ich einen Satz richtig oft.
"Ja, ich nutze Claude. Bin also voll up-to-date”
Klingt gut. Also frage ich genauer nach: Was machst Du konkret damit?
Meistens kommt dann: ein Projekt angelegt, ein paar Prompts, sonst in der Web-App unterwegs.
Verstehe ich. Fühlt sich produktiv an.
Aber das ist gefühlte Produktivität. Nicht die echte.
Es geht soviel mehr mittlerweile. Der Unterschied ist riesig.
Ein echtes AI-System arbeitet wie ein eigenes Mitarbeiterteam. Es merkt sich Dinge, kennt Deinen Kontext, führt Prozesse aus.
Ein Chatfenster bleibt ein Chatfenster.
Heute zeige ich Dir 6 AI- und Automatisierungsfunktionalitäten, die heute state-of-the-Art sind und die Du wirklich haben solltest.
Und bei jeder schreibe ich Dir dazu, wie ich es selbst löse.


💻 1. Du arbeitest mit lokalen Daten
Das ist die große Änderung der letzten Monate. Erst Claude Code, jetzt auch andere Player wie Codex und Gemini.
Ein echter Coding-Agent, der mit Deinen lokalen Daten auf dem Rechner arbeitet. Nicht nur im Browser-Tab.
Was das heißt:
→ Er baut Dir Präsentationen
→ Er merkt sich Dinge in Markdown-Dateien (eigene Memory)
→ Er baut Dir Websites und ganze Web-Apps
Also deutlich mehr als ein Chatfenster, in das Du Prompts eintippst.
Für dich ein absolutes Must-Have als Solopreneur. Ist einfach der nächste Evolutionsschritt.
So mach ich's: Ich bin mit Claude Code direkt in VS Code unterwegs. Da bilde ich das alles sauber ab.

🔄 2. Du bist unabhängig vom Modell
Jetzt sagen alle: "Klar, aber Claude bleibt doch das beste Modell."
Kurzer Flashback. Vor einem Jahr war ChatGPT der unangefochtene Primus. Keiner wollte da weg.
Jetzt steht Claude vorne.
Und 2027? Vielleicht ein Tool, das wir heute noch gar nicht auf dem Schirm haben.
Bau Dein System so, dass Du jederzeit das Modell wechseln kannst. Kein Vendor-Lock.
Das hängt direkt an Punkt 1. Liegen Deine Daten lokal, bist Du frei.
So mach ich's: Mir geht's um eine eigene Ordnerstruktur, die portabel ist. Die gleiche Struktur läuft weitgehend auch mit Codex. Nur wenige Anpassungen.

🔌 3. Du hast Deine Tools angebunden
Ein gutes System steht nicht allein. Es ist mit Deinen Tools verbunden, in der Regel per MCP.
💡 Kurz erklärt: MCP ist die Schnittstelle, über die Dein AI-System mit Deinen Apps spricht. Gmail, Drive, Kalender, you name it.
Über Claude und die Web-App schließt Du jede Menge Konnektoren an. Du kannst eigene MCPs anhängen. Und über Claude Code läuft super viel über die API.
Es gibt gefühlt fast kein Tool, das Du nicht anbinden kannst.
Genau diese Anbindung bringt Kontext rein. Das macht den Output stark.
So mach ich's: Meine wichtigsten Integrationen sind Notion, Google (Mail und Kalender), Hostinger fürs Hosting und Granola für meine Transcripts.

🧠 4. Du hast Kontextwissen (Dein Second Brain)
Hier gibt es keine zweite Meinung: Je besser der Kontext in Deinem System, umso stärker der Output.
Deswegen brauchst Du eine gute Ordnerstruktur für Dein Wissen.
Du hast unzählige Sachen, die guten Kontext hergeben. Alte Präsentationen, Dokumente, Notizen.
Wichtig, dass die in Deinem System liegen. Nicht irgendwo, wo keine AI drankommt.
Das ist dreierlei: Gedächtnis, Projekte und das Wissen zu Deinen Abläufen.
So mach ich's: Bei mir liegt alles in einer gemeinsamen Ordnerstruktur, meinem "Solopreneur OS". Projekte, Kontext, Workflows. Alles an einem Ort, auf den die AI zugreift.

🗺️ 5. Du hast klare Abläufe und Prozesse
Hier hängen die meisten Solopreneure.
So viele haben einfach keine klaren Prozesse für sich. Und genau da hakt Automatisierung. Shit in, Shit out.
Schreib Deine Kernprozesse in Sales, Marketing und Operations runter. Schritt für Schritt.
Darauf referenziert die AI und führt sie aus.
Einmal Arbeit am Anfang. Unbezahlbar danach.
So mach ich's: Sogar diesen Newsletter schreibe ich gerade mit einem klaren Prozess, der jeden Schritt einzeln abarbeitet. Für jeden Teil meines Businesses hab ich einen eigenen Workflow, den ich mir als Flowchart anschauen kann.

📈 6. Dein System lernt dazu
Fast der wichtigste Punkt.
Mach jede Woche ein kurzes Audit. Was hab ich gemacht? Was lief gut? Was hab ich viel genutzt, was kaum?
Daraus leitet die AI ab, wie sich Dein Gesamtsystem verbessert.
Ein Beispiel:
→ Die AI sieht, dass ich bei LinkedIn-Posts oft die Länge nachgebessert habe. Also nimmt sie die optimale Länge fest in die Anweisung mit rein.
→ Einen Skill hab ich seit Wochen nicht benutzt. Raus damit.
So wird das System mit jeder Woche besser.
So mach ich's: Ein fixes Wochen-Audit. Es schaut sich an, was ich genutzt habe, und schlägt mir Verbesserungen fürs System vor.

🎯 Das Wichtigste auf einen Blick
Ein echtes AI-System erkennst Du an 6 Dingen:
✅ Lokale Daten statt nur Chatfenster
✅ Unabhängig vom Modell, kein Vendor-Lock
✅ Tools angebunden per MCP
✅ Kontextwissen als Second Brain
✅ Klare Prozesse, auf die die AI referenziert
✅ Self-Learning durch ein Wochen-Audit
Dann arbeitest Du nicht mehr mit einem Chatbot. Du dirigierst ein Team.
Jetzt mal ehrlich zu Dir selbst: Geh die 6 Punkte durch.
Bei wie vielen musst Du sagen "nee, hab ich noch nicht"?
Jeder fehlende Punkt ist Zeit, die Du jede Woche liegen lässt.
Wenn's mehr als 2 sind, sollten wir dringend sprechen.
🏃♂️ Persönliches Update
Wir sind wieder zurück im Alltag.
Nächste Woche startet die nächste Runde vom Automation Kickstarter.
Gerade laufen die Onboardings: Sehr coole Gruppe, ich freu mich riesig drauf.
Und Du hast es Dir sicher gedacht: Alle diese 6 Prinzipien fließen in die Kickstarter-Sessions ein.
In 6 Wochen bauen wir ein SolopreneurOS auf. Ohne dass Du Entwickler werden musst.
Du machst Dein Ding.
Die Automatisierung den Rest.
Bis nächste Woche 🚀
Bruno

Dieses Foto zu machen ist übrigens Step 11 in meinem Workflow :)

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Automation Kickstarter: Last Minute. Nächste Woche startet die neue Runde. Wer noch dabei sein will, sichert sich einen der letzten Plätze.
