
Hi Solopreneur,
Was ich gerade ganz oft höre:
"Claude ist super. Aber Bilder kann es halt nicht."
Stimmt. Zumindest auf den ersten Blick.
Wer das glaubt, springt für jedes Bild zurück in Canva oder ChatGPT. Und baut sich genau den Tool-Zirkus, den Claude eigentlich abschaffen soll.
Claude hat keine eingebaute Bildgenerierung. Kein Knopf, kein "Mach mir ein Bild".
Und trotzdem entsteht fast jedes Bild, das Du von mir siehst, in Claude.
Die Bilder in diesem Newsletter. Die Infografiken auf LinkedIn. Die Carousels. Sogar die Memes.
Alles aus einem Chat.
Der Trick: Du baust es Dir einfach dazu.
Heute zeige ich Dir drei Wege. Und obendrauf einen Bonus, der Spaß macht.

🔌 1. Du dockst andere Bild-Tools an
Der einfachste Weg.
Claude malt nicht selbst. Aber Claude kann andere Tools für Dich bedienen.
Über eine Schnittstelle oder einen MCP hängst Du einen Bildgenerator an.
Du schreibst in Claude, was Du willst. Claude schickt den Auftrag raus.
Und das fertige Bild taucht direkt wieder bei Dir im Chat auf.
💡 Kurz erklärt: Ein MCP ist ein Stecker zwischen Claude und einem anderen Tool. Einmal eingesteckt, benutzt Claude das Tool, als wäre es eingebaut.
Welche Tools gehen?
→ ChatGPT. Klingt paradox, ich weiß. Du hängst die Bildgenerierung von OpenAI über deren Schnittstelle an Claude. Achtung: Dein ChatGPT-Abo gilt dafür nicht, die Schnittstelle läuft über eigenes Guthaben.
→ Google AI Studio. Du holst Dir einen Schlüssel und nutzt Googles Bildmodelle direkt aus Claude. Auch hier mit Guthaben.
→ Higgsfield oder fal(.)ai. Die bündeln viele Bild- und Videomodelle an einer Stelle. Higgsfield läuft über ein Abo, fal über Guthaben.

Heißt: Kostenlos ist keiner dieser Wege.
Entweder Du lädst Guthaben auf und zahlst pro Bild ein paar Cent, oder Du nimmst ein Abo.
Meine Empfehlung: Für Bilder nutze ich gerade super gerne ChatGPT. Higgsfield kann das auch, das Monatsabo finde ich aber etwas zu teuer.
Deshalb gehe ich wahrscheinlich über fal oder direkt über die ChatGPT-Schnittstelle. Da zahlst Du nur, was Du wirklich generierst.
📌 Beispiel aus der Praxis: Die Bilder in meinem Newsletter entstehen fast alle genau so. Ich sage Claude, worum es im Abschnitt geht. Claude schreibt den Prompt, schickt ihn an Googles Bildmodell, und das Bild landet in meinem Projektordner. Immer im selben Stil, weil der Stil einmal hinterlegt ist.

📊 2. (Info)grafiken baust Du direkt in Claude
Etwas more advanced. Und mein Favorit.
Hier generiert gar kein Bildmodell etwas.
Claude baut die Grafik als kleine Webseite, in HTML. Mit Deinen Farben, Deiner Schrift, Deinem Logo. Daraus wird dann ein Bild.
Der Vorteil: Text ist immer richtig geschrieben. Kein verbogenes Logo, keine erfundenen Buchstaben, wie Du es von Bildmodellen kennst.
Und Du zahlst nichts extra. Läuft komplett in Deinem Claude.
Hier drei meiner Infografiken der letzten Wochen, alle so entstanden:

📌 Beispiel aus der Praxis: Das Schaubild zu meinem Solopreneur-OS-Post diese Woche ist komplett so entstanden. Kein Design-Tool, nur Claude. Und genau der Post lief diese Woche richtig gut.
⚠️ Wenn Du das nachbauen willst: Fang mit einer einzigen Vorlage an. Gib Claude einmal Deine Farben, Deine Schrift und ein Beispiel, das Dir gefällt. Lass daraus eine Vorlage speichern. Ab dann ist jede neue Grafik ein Satz im Chat.
🎠 3. Carousels entstehen nach demselben Prinzip
Carousels sind normalerweise der größte Zeitfresser.
Zehn Slides. Jede einzeln gestalten, Texte schieben, exportieren.
In Claude läuft das wie bei den Infografiken. Jede Slide ist eine Seite in HTML.
Du gibst Claude das Thema. Claude schreibt die Texte und baut die Slides in Deinem Design.
Am Ende kommt ein PDF raus, das Du direkt auf LinkedIn hochlädst.
Und Du entscheidest, wie viel Claude übernimmt. Nur den Text, nur das Design oder das ganze Ding.
💡 Pro-Tipp: Lass Claude zuerst nur die Slide-Texte schreiben und korrigier die. Erst dann das Design. Sonst baust Du zehn schöne Slides mit dem falschen Inhalt.

😂 Bonus: Memes
Die nutze ich inzwischen richtig oft.
Es gibt eine kostenlose Meme-Seite namens imgflip. Mit offener Schnittstelle und den 100 beliebtesten Vorlagen.
Claude zieht sich die Liste und sucht passende Vorlagen zu meinem Thema raus.
Dann liegt ein Kontaktblatt mit 11 Kandidaten vor mir. Jeder mit Textvorschlag.
Ich wähle eine Nummer. Claude setzt den Text drauf. Fertig.
💡 Kurz erklärt: Die meisten Meme-Vorlagen sind Standbilder aus Filmen oder Comics. Auf einem Business-Account ist das rechtlich eine Grauzone. Kurz drüber nachdenken, dann entscheiden.

✅ Wrap it up
✅ Claude hat keine eingebaute Bildgenerierung. Braucht es auch nicht.
→ Für echte Bilder: Bild-Tool per MCP oder Schnittstelle anhängen. Ein paar Cent pro Bild oder Abo.
→ Für Infografiken, Carousels und Memes: direkt in Claude bauen. Kostet nichts extra.
🏃♂️ Persönliches Update
Gerade läuft es richtig rund. Das sind die Phasen, die ich am meisten mag. Wenn einfach alles funktioniert.
Ich weiß mittlerweile, dass das nie ewig hält. Deswegen freue ich mich einfach gerade, dass es so ist.
Unter anderem bin ich in meiner zweiten Woche mit zwei Linkedin-Posts am Tag.
Das heißt auch: zwei Visuals am Tag. Ohne diese drei Wege oben wäre das nicht drin.
Ob ich das weiterhin so mache, weiß ich noch nicht. Aber es macht definitiv Laune.
Das Beste daran: Ich kriege super viele Daten. Was gerade funktioniert und was nicht.
Richtig gut funktioniert hat diese Woche mein Post zum Solopreneur OS.
Du machst Dein Ding.
Die Automatisierung den Rest.
Bis nächste Woche 🚀
Bruno


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