
Hi Solopreneur,
Anthropic hat Fable wieder live gesetzt.
Das stärkste Modell, das es gerade gibt. Einmal hart abgeschaltet, jetzt wieder da.
So cool es ist, wie gut die LLM-Modelle mittlerweile werden (und manchmal auch scary 👻), eine Sache ist mir dazu diese Woche noch aufgefallen.
Etwas, das viel mehr über Dein Ergebnis entscheidet als das neueste Modell.

🔍 Warum es bei Dir trotzdem nicht rund läuft
Ich spreche viel mit Solopreneuren. Die meisten wissen gar nicht, welche Modelle es überhaupt gibt.
Sie nutzen einfach das, was voreingestellt ist. Bei Claude: Sonnet oder Opus.
💡 Kurz erklärt: Ein Modell ist das Gehirn dahinter. Es denkt, schreibt, rechnet. Sonnet, Opus und Fable sind verschiedene davon. Unterschiedlich stark, unterschiedlich schnell, unterschiedlich teuer (bzw. ziehen schneller an Deinem Limit).
Und weißt Du was? Völlig okay. Reicht für die meisten Aufgaben.
Aber genau da kam letzte Woche eine Frage. Von einer Coachin auf LinkedIn:
💬 "Bruno, die Modelle werden doch immer besser. Warum läuft es dann bei mir trotzdem nicht so richtig?"
Hier die Wahrheit: Es liegt fast nie am Modell.
Die Modelle sind mega stark. Schon lange. Was fehlt, ist etwas anderes.
Der richtige Kontext.
Ein starkes Modell ohne Kontext ist wie ein genialer neuer Mitarbeiter, der an Tag eins nichts über Dein Business weiß.
Smart, klar. Aber er kennt Deine Produkte nicht, Deine Kunden nicht, Deine Abläufe nicht.
Schauen wir uns diesen Kontext mal an.
🏠 Zwei Schichten. Volle Power.
Stell Dir das Ganze als zwei Schichten vor. Am Beispiel von meinem Solopreneur OS.

Unten liegt Claude. Das ist die Engine. Die volle Power im Hintergrund.
💡 Kurz erklärt: Claude Code ist ein Modul innerhalb von Claude. Entgegen der allgemeinen Meinung ist es nicht nur fürs Coden gedacht. Es gibt Dir viel mehr Möglichkeiten, wie Du arbeitest. Genau deswegen hab ich mein Solopreneur OS darauf gebaut.
Oben drauf liegt Dein Betriebssystem. So passt Du Claude auf Dich an.
Und das bringt eine Menge mit, was Dein Business in Richtung Autopilot schiebt.
Ich greif mal drei Dinge raus, die aus einem starken Modell erst ein echtes System machen.
1. Kontext-Wissen (Dein Second Brain)
Das Herzstück.
Hier liegen die wichtigsten Infos zu Deinem Business. Deine Produkte. Deine Angebote. Deine Zielgruppe. Dein Ton.
Bei mir sind das ein paar simple Dateien:
→ Eine Datei mit meiner Marke, meiner Stimme, meinen Produkten.
→ Jedes Projekt in seinem eigenen Ordner. Alles hat seinen festen Platz.
→ Und durch jede Interaktion wird das System besser. Es lernt aus Deinem Feedback.
Mein Setup greift da jederzeit drauf zu. Es muss nicht mehr raten, wer ich bin. Es weiß es.
2. Workflows
💡 Kurz erklärt: Ein Workflow ist einfach eine Abfolge von Arbeitsschritten, die immer im gleichen Muster ablaufen. LinkedIn-Post schreiben. Präsentation erstellen. Website bauen. Immer die gleichen Schritte.
Wenn diese Abläufe einmal sauber hinterlegt sind, fängt Dein System nicht jedes Mal bei null an.
Dein Stil, Deine Stimme, Deine Reihenfolge. Alles gespeichert.
Ein Beispiel: "Newsletter schreiben" ist bei mir ein fester Ablauf. Meine Kerngedanken rein, mein Stil wird gezogen, der Draft entsteht, kürzen, Bilder dazu, fertig.
Diesen Newsletter hier schreibe ich genau so.

3. Sinnvolle Integrationen
Ein echtes AI-System ist nichts ohne die Verbindung zu Deinen wichtigsten Systemen: Notion, Kalender, Mail, Newsletter und so weiter.
Und jetzt denken viele: Du kannst nur die Tools nehmen, die Claude von Haus aus anbietet.
Stimmt aber nicht.
💡 Kurz erklärt: Alles, was eine API hat (also eine Schnittstelle, über die zwei Programme miteinander reden), lässt sich anbinden. Nicht nur die Handvoll Standard-Tools.
Heißt: Dein System redet mit fast jedem Werkzeug, das Du sowieso nutzt. Nicht nur mit denen aus der vorgegebenen Liste.
🚀 Und der eigentliche Clou
Wenn Du das so aufbaust, passiert zweierlei.
Erstens: Du hast neben einem mega starken Modell endlich auch den passenden Kontext.
Erst das macht aus einem Tool ein echtes Betriebssystem für Dich als Solopreneur.
Zweitens, und das ist auch spannend:
Du bist nicht mehr vom Modell abhängig.
Die Schicht mit Deinem Wissen, Deinen Workflows, Deinen Integrationen bleibt.
Heute ist Claude vorne. Aber vielleicht ist Anthropic irgendwann nicht mehr die Nummer eins.
Dann bedienst Du Dein System eben mit OpenAI oder einem anderen Modell.
Dein ganzes System läuft weiter. Weil es Dir gehört und auf Deinem eigenen Rechner liegt.
Das Modell ist austauschbar. Dein Kontext ist es nicht.

✅ Wrap it up
→ Die Modelle sind stärker denn je. Fable ist zurück und beeindruckend.
→ Trotzdem läuft's bei vielen nicht rund. Nicht wegen des Modells, sondern wegen fehlendem Kontext.
→ Ein echtes Betriebssystem bringt drei Dinge mit: Kontext-Wissen, Workflows, Integrationen.
→ Der Bonus: Du wirst unabhängig vom Modell. Tausch es aus, wann Du willst.
🏃♂️ Persönliches Update
Noch was, was mir diese Woche auf LinkedIn aufgefallen ist.
Vor knapp vier Wochen hab ich den Post zum SolopreneurOS geteilt.
Und der ging ziemlich steil. Über 2000 Kommentare.
Danach war ich super viel im Austausch. In DMs und Kommentaren.
The Hard Truth:
Ganz viele haben sich das Tutorial geholt. Aber sind nicht ins Umsetzen gekommen.
Das fand ich super schade.
Deswegen hab ich in meinem Post vom Mittwoch nochmal dazu aufgerufen und meinen Kalender aufgemacht. Für kostenlose Automation Checks rund ums Solopreneur OS.
Falls Du also auch Deine ersten Schritte ins SolopreneurOS machen willst, here’s your chance 🙂
Du machst Dein Ding.
Die Automatisierung den Rest.
Bis nächste Woche 🚀
Bruno

als ich gehört hab, dass Fable wieder nutzbar ist :)
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