
Hi Solopreneur,
LinkedIn macht gerade ernst.
Extensions werden geblockt. User gesperrt.
Das bekannteste Beispiel: ShieldApp. Eine Analytics-App für LinkedIn, war richtig populär. Die haben ihren Betrieb eingestellt. Weil sie keine Zukunft mehr sehen.
Auch Relay, mein Tool der Wahl für Automatisierung, hat gerade einigeLinkedIn-Features aus dem Setup genommen.
Also: gar nicht mehr automatisieren?
Ne. Bitte nicht.
Denn Claude und Co. bringen Dein LinkedIn auch so auf Vordermann.
Ganz ohne Extensions. Ganz ohne Scraping.
Heute zeige ich Dir 3 schnelle Wege.
Los geht's.


🔍 Hack 1: Dein LinkedIn-Netzwerk mit AI aufräumen
LinkedIn zeigt Deine Posts zuerst Deinen Connections.
Wenn da alte Arbeitskollegen, Recruiter und Zufallskontakte drin sind, bekommst Du Likes von Leuten, die nie kaufen werden. Dein ICP sieht Dich gar nicht.
Kurz gesagt: ein unaufgeräumtes Netzwerk kostet Dich Reichweite bei den richtigen Leuten.
So einfach geht's:
↳ LinkedIn → Settings & Privacy
↳ Data Privacy → Download Your Data
↳ Vollständiges ZIP anfordern
↳ 24h warten (leider, kommt per Mail)
↳ ZIP entpacken, CSV “connections” in Claude anhängen.
↳ Prompt: „Strukturiere meine Connections nach ICPs, Peers und Sonstige."
📋 Prompt zum Kopieren:
Ich bin [Deine Positionierung, z.B. "Business Coach für Solopreneure im DACH-Raum"]. Mein ICP sind [Zielgruppe beschreiben]. Analysiere meine LinkedIn-Connections aus der beigefügten CSV und sortiere sie in drei Gruppen: ICPs (potenzielle Kunden), Peers (Branchenkollegen) und Sonstige. Gib mir pro Gruppe eine Liste mit Name, Jobtitel und Begründung.💡 Warum das funktioniert:
Die CSV enthält Jobtitel und Bezeichnungen all Deiner Connections. Claude matcht damit sauber. Vorausgesetzt: Du hast Deine Zielgruppe und Dich selbst vorher gut beschrieben.
Jetzt fährst Du erstmal richtig gute Analysen.
Dann kommt the hard work:
Entferne die Connections, die nicht zu Dir passen.
Freunde dürfen natürlich bleiben. 😉
Pro-Tipp: Wer's besonders datenschutz-safe will, anonymisiert die Liste vorher oder nutzt ein lokales LLM.

💬 Hack 2: Kommentare von LinkedIn-Posts nutzen
Ein guter Post bringt Kommentare. Aber wer kommentiert eigentlich?
Die meisten scrollen kurz drüber, freuen sich über die Zahl und machen weiter. Dabei stecken da oft genau die Leute drin, die Du ansprechen willst. Nur: 500, 1.000, 2.000 Kommentare manuell durchgehen geht nicht.
Die Kommentare unter einem Post sind Gold.
Du analysierst damit Leads. Oder Deine Zielgruppe. Oder, wenn Du einen Lead-Magneten anbietest, lässt Du Claude sortieren, wem Du noch was schicken musst.
Genau das hab ich letzte Woche gemacht. Bei einem Post mit über 2.200 Kommentaren. Richtig hilfreich.
So gehst Du vor (ist echt easy):
↳ Geh auf den Post
↳ Sortier die Kommentare nach „Most recent"
↳ Scroll runter, bis alle geladen sind (LinkedIn zeigt nicht immer gleich alle)
↳ Alles markieren mit Cmd + A (Windows: Strg + A)
↳ In einen Texteditor kopieren (Mac: TextEdit, Windows: Dein Editor)
↳ Datei speichern (auf dem Mac empfiehlt sich im rtfd Format)
↳ Datei in Claude packen. Los geht's.
📋 Prompt zum Kopieren:
In dieser Datei sind alle Kommentare eines LinkedIn-Posts. Mein ICP sind [Zielgruppe beschreiben]. Analysiere die Kommentare und erstelle mir: 1) Wie viele Kommentatoren passen zu meinem ICP (geschätzt anhand Name + Tagline)? 2) Eine priorisierte Liste der Top-ICP-Kommentatoren mit Name, Tagline und kurzem Grund, warum sie passen.💡 Warum das geht:
Bei jedem Kommentar stehen Name, Tagline und der Kommentar dabei. Genug Futter für richtig gute Analysen.
Ich hab alle Kommentare genutzt und abgeleitet, wie viele Solopreneure dabei waren. Also meine Zielgruppe.
Dann hab ich mir eine Liste erstellen lassen. Und die Stück für Stück abgearbeitet.

🚀 Hack 3: Dein LinkedIn-Profil roasten lassen
Dein Profil ist die erste Seite, die jemand sieht, bevor er Dir folgt oder Dich kontaktiert.
Die meisten Solopreneur-Profile sehen aus wie ein CV. Kein klarer ICP, kein Angebot, kein Grund zu bleiben. Wer nicht in 5 Sekunden versteht, was er davon hat, ist weg.
Mach einen Screenshot von Deinem Profil.
Passt nicht alles auf einen Screen? Mach mehrere.
Mein Tipp: das Tool Shottr. Damit machst Du Rolling Captures. Also einen Screenshot über die ganze Seite, auch wenn Du scrollen musst.
Screenshot in Claude packen. Und dann dieser Prompt:
📋 Prompt zum Kopieren:
Du bist ein brutaler, aber konstruktiver LinkedIn-Profile-Roaster für Solopreneure und Creator-Founders. Kein Coaching-Geschwurbel, keine Höflichkeitsfloskeln, keine Bullet-Soup. Du arbeitest nach den Frameworks der führenden LinkedIn-Creator (800K+ Follower-Liga).
KONTEXT (von Dir auszufüllen):
- Name & Land: [...]
- Positionierung / Angebot: [...]
- Sprache des Profils: [...]
- Ziel des Profils: [z.B. mehr qualifizierte Erstgespräche, Leads für Kurs]
- Ideal Customer Profile (ICP): [Wer soll auf dem Profil landen und konvertieren?]
ROAST-FRAMEWORK (in genau dieser Reihenfolge):
1) Banner + Headshot — Mobile-Test: Was sieht der ICP in 2 Sekunden?
2) Headline — Unter 120 Zeichen? Zielgruppe + Outcome + Mechanismus?
3) About — Erste 265 Zeichen: Hook oder CV-Intro? 3-Teil-Check: Hook / Proof / CTA
4) Featured Section — Max. 2 Items: 1 Free (Lead Magnet) + 1 Paid (Call/Produkt)?
5) Experience — Welche Rollen stärken, welche kannibalisieren die Positionierung?
6) Activity — Top-2-Posts vs. schwächste Posts: Was ist der Lehrsatz daraus?
7) Skills — Top-Skills konsistent mit Positionierung?
OUTPUT: Pro Sektion max. 4 Sätze Diagnose + 1 konkreter Rewrite-Vorschlag. Am Ende: TOP-3-Hebel priorisiert nach Impact auf Conversion (Profilbesuch → Zielaktion). Kein "insgesamt ein starkes Profil".
INPUT FOLGT: [Screenshot(s) Deines Profils hier einfügen + optional letzte 5 Posts mit Impressions]Fertig.
So holst Du Dir auf super einfache Weise Input, wie Du Dein Profil besser machst. Und kannst direkt loslegen.

✅ Das Wichtigste auf einen Blick:
Netzwerk aufräumen:
Daten-Export → AI → nach ICP sortieren
Kommentare auswerten:
Kommentare kopieren → AI → Zielgruppe + Lead-Liste
Profil roasten lassen:
Screenshot → AI → Action-Liste
Und das Beste:
Bei allen drei Wegen automatisierst Du komplett lokal.
Kein Scraping. Keine Extension. Nichts, was LinkedIn sehen kann.
Heißt: kein LinkedIn-Jail. Diese drei Wege sind safe.

🏃 Persönliches Update
Letzte Woche war bei uns super entspannt.
Wir waren eine Woche in Österreich. Auf einer einsamen Hütte im Nirgendwo.
Solche Pausen machen wir als Family echt gern. Zum einen eine schöne Familienzeit. Zum anderen perfekt, um den Kopf mal freizukriegen.
Bei mir ist gerade viel los. Da tut es gut, mal eine Woche komplett raus zu sein.
Morgen geht’s dann wieder los, mit frischem Kopf.
Du machst Dein Ding.
Die Automatisierung den Rest.
Bis nächste Woche 🚀
Bruno

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