
Hi Solopreneur,
Letzte Woche auf LinkedIn war ich genervt.
Obwohl ich eigentlich total happy sein müsste.
Aber der Reihe nach:
Donnerstag: Ich poste einen Workflow zum Thema AI LinkedIn Coach (Link).
Und der läuft gut.
Richtig gut.
Über 500 Kommentare. Mega Reichweite.
Genau das, was man sich wünscht.
Ich war auch echt happy.
Aber dann fing die Arbeit an.
Ich saß da, verschickte meinen Leadmagneten an hunderte Leute.
Ich hab schon ein gutes System. Templates, Tools, etc.

Und trotzdem:
Es zog sich.
Donnerstagabend. Freitagabend. Samstag. Immer noch am Beantworten.
Zwischendurch viele andere Projekte.
Ich war überfordert, ehrlich gesagt.
Aber dieser Post hat mir was gezeigt, was super wertvoll ist:
Am Sonntag hab ich nämlich in mein Time-Tracking geschaut:
Und bin fast vom Stuhl gefallen.

💡 11 Stunden. 5 Minuten.
So lange habe ich insgesamt letzte Woche mit LinkedIn DMs und Co. verbracht.
Hättest Du mich einfach so gefragt?
Aus dem Bauch raus hätte ich gesagt: 3, vielleicht 4 Stunden.
Die Wahrheit?
Das Dreifache.
Weit mehr als ein kompletter Arbeitstag für eine Tätigkeit, die zwar wichtig ist, aber in keiner Relation steht zu dem, was wirklich zählt.
Wichtig: Ohne Time-Tracking wäre mir das niemals aufgefallen.
Ich hätte weitergemacht.
Hätte gedacht: "Bisschen viel die Woche, ja, aber läuft doch"
Aber die Zahlen lügen nicht. Schwarz auf weiß in meiner Auswertung.

hier meine Memtime-Auswertung der letzten Woche
Und genau da liegt das Learning:
Du betrügst dich selbst.
Wir alle tun das.
Wir unterschätzen, wo unsere Zeit wirklich hingeht.
🎯 Die 4 Steps: Von der Erkenntnis zur Lösung
Okay, jetzt hab ich die Erkenntnis, aka den Schock 😉
Aber was macht man damit?
Hier sind die 4 Schritte, die ich gegangen bin:
Step 1: Time Tracking – Die Wahrheit sehen
Eins vorneweg: Ich tracke meine Arbeitszeit nicht 365 Tage im Jahr.
Aber alle paar Monate für 1-2 Wochen intensiv.
Dann schaue ich mir die Auswertung an.
Und jedes Mal bin ich überrascht, wo die Zeit wirklich hingeht.
Dieses Mal war es krass: 11 Stunden für eine Aufgabe, die ich auf 3-4 Stunden geschätzt hätte.
Das ist der Moment, wo du reagieren kannst/solltest.
Das Tool meiner Wahl: Memtime.
Bin super happy damit.
Läuft elegant im Hintergrund.
Du musst nicht ständig was machen.
Und für alle Datenschützer: Wird nur lokal gespeichert. Nicht in der Cloud.
Andere Alternativen: Toggle, Rize.ai, usw.
Step 2: Prüfen, ob Automatisierung möglich ist
Nicht jede Tätigkeit lässt sich automatisieren.
Und nicht jede sollte automatisiert werden.
Die Frage ist:
Ist das ein Bereich, wo Automatisierung wirklich Sinn macht?
Mini Checkliste:
→ Ist es repetitiv? (Bei mir: Ja, immer die gleichen Schritte)
→ Kostet es viel Zeit? (Bei mir: 11 Stunden – definitiv ja)
→ Ist es wichtig, aber nicht strategisch? (Bei mir: Ja, Leadmagnet verschicken ist wichtig, aber keine Kernkompetenz.)
→ Würde ich die gewonnene Zeit sinnvoller nutzen können? (Bei mir: Absolut – für Content, Kunden, Strategie)
Bei mir: Alle 4 Punkte erfüllt.
Das schreit nach Automatisierung.
Aber bevor ich jetzt wild drauflos baue, kommt Step 3.
Step 3: Das Rad nicht neu erfinden
Ich habe anderen Content-Creators geschrieben, die ich kenne.
Gefragt: Wie geht ihr damit um?
Witzigerweise:
Die haben auch noch keine wirklich gute Lösung gefunden.
Viele machen es manuell. Oder mit halbgaren Workarounds.
Mein Learning:
Wenn selbst die Profis strugglen, lohnt es sich, gemeinsam eine Lösung zu bauen.
Also setze ich mich jetzt mit einem zusammen.
(yep, Simon, du bist gemeint 😉)
Und wir schauen mal was rauskommt..
Das spart Zeit und macht die Lösung besser.
Step 4: Eine Lösung bauen, die hilft
Ich baue eine Lösung, die mir hilft. (hoffentlich 😀 )
Und perspektivisch auch anderen helfen kann.
Vielleicht auch Dir.
Das ist vielleicht das Schönste daran.
Wenn du etwas entwickelst, das nicht nur dein Problem löst, sondern auch das von anderen.
Und genau das ist der Plan.
Mal schauen, was rauskommt. Ihr erfahrt es hier als erste.

⏰ Track deine Zeit.
Ernsthaft.
Nicht 365 Tage im Jahr.
Aber regelmäßig. In Abständen.
Warum?
Weil du dich sonst selbst betrügst.
Du denkst, du weißt, wo deine Zeit hingeht.
Aber die Realität sieht oft anders aus.
Außerdem hast Du dann einen perfekten Startpunkt, um mit Automatisierungen anzusetzen.
Und zu prüfen, wie viel Zeit sie Dir wirklich zurückgeben.
Warum Tracking nicht nur für Dein Business nützlich ist
Ich tracke nicht nur meine Arbeitszeit.
Auch in anderen Bereichen hilft mir das enorm.
Wichtig: Nicht 365 Tage alles durchtracken. Sonst wird es echt lästig und anstrengend. (finde ich 😉)
Aber immer mal wieder verschiedene Bereiche.
→ 2 Wochen Business-Zeit
→ 2 Wochen Ernährung (gerade wenn ich was umstelle)
→ Blutwerte regelmäßig beim Dok.
→ mal einen Blutzucker-Tracker getragen? (auch mega spannend)
Warum?
Weil ich sonst Dinge übersehe, die wichtig sind.
Oder mir einrede, dass alles nach Plan läuft – obwohl die Zahlen was anderes sagen.
Es hilft mehr, als sich nur aufs Gefühl zu verlassen.
Hast Du schonmal durch Tracking krasse Einblicke gewonnen?
Du machst dein Ding.
AI macht den Rest.
Bis nächste Woche 🚀
Bruno

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