
Hi Solopreneur,
letzte Woche war ich mit einem Freund beim Abendessen.
Irgendwann fragt er:
💬 "Wie hat AI eigentlich Deine Arbeitsweise verändert? So in den letzten ein, zwei Jahren?"
Da muss ich nicht lange überlegen.
Ich arbeite und denke zu 80 % nur noch im Chat.
Nicht mehr in den einzelnen Tools.
Präsentationen? Mach ich im Chat. Nicht im Präsentationstool.
Buchhaltung? Auch im Chat.
Brainstorming und Sparring? Du ahnst es. Auch im Chat.

Macht mich mega schnell.
Und ich geh ganz anders an Themen ran.
Der Kern dahinter: Meine Tools sind mit meinem AI-System verbunden.
Bei vielen Solopreneuren seh ich das noch nicht.
Die kopieren jeden Tag Sachen von A nach B.
Selbst wenn's nur 15 Minuten am Tag sind: 15 × 5 × 52 = 65 Stunden im Jahr.
Fürs Kopieren.
Dabei ist das Verbinden mittlerweile richtig einfach.
Deshalb heute: Welche Apps sich wirklich lohnen.
In 3 Stufen, von Basic bis Expert.

🔌 Erst mal: Was ist ein Konnektor?
Ein Konnektor ist der Stecker zwischen Claude und einer App.

Vorher kopierst Du alles rein.
Danach schaut Claude selbst nach. Und trägt auch selbst ein.
💡 Kurz erklärt: Technisch steckt dahinter meist MCP, ein offener Standard für solche Verbindungen. Musst Du Dir nicht merken. In Claude heißt es einfach "Konnektor". Du findest sie unter Anpassen → Konnektoren.
Woran Du merkst, ob sich ein Konnektor lohnt?
Er nimmt Dir einen Handgriff ab, den Du jeden Tag machst.
🌱 Stufe 1: Basic Setup
💡 Kurz vorab: Das hier sind meine Tools. Fast alles geht genauso mit anderen Anbietern, zum Beispiel mit Microsoft 365 statt Google. Schau einfach, ob es für Dein Tool einen Konnektor gibt.
Das hier sollte bei jedem Solopreneur drin sein.
Einrichten dauert Minuten.
1. Mail, Kalender, Drive

Deine typische Office-Umgebung.
→ "Welche Mails von dieser Woche brauchen noch eine Antwort?"
→ "Wann hab ich nächste Woche 2 Stunden am Stück frei?"
→ "Such mir das Angebot für Kunde X aus dem Drive raus."
Antworten landen als Entwurf in Deinem Postfach.
Gesendet wird von Dir.
2. Deine To-dos

Egal, wo Deine Aufgaben liegen.
Hauptsache, sie sind mit drin.
Bei mir ist das Todoist.
→ "To-dos heute: ..." und Claude legt alles an.
→ "Donnerstag" wird automatisch zum richtigen Datum.
→ Morgens baut Claude aus meinen Aufgaben den Tagesplan.
📌 Beispiel aus der Praxis: Bei mir laufen so locker 50 Aufgaben pro Woche durch. Fast alle direkt aus dem Chat. Und der Todoist-Konnektor geht sogar im Free-Plan.
3. Notizen & Ablage

Für viele die Wissensbasis.
Projekte, Kunden, Content.
Hängt Notion dran, muss Claude nicht raten. Es guckt einfach nach.
📌 Beispiel aus der Praxis: Meine Kundenprojekte laufen in Notion. Pro Kunde eine Seite mit Stand, Sessions und offenen Punkten. Vor einem Kundenmeeting frag ich Claude: "Wo stehen wir bei Kunde X?" Und hab den Stand in Sekunden.
🌿 Stufe 2: Medium Setup
Hier wird's spannend.
Claude kommt jetzt an Dein Gedächtnis aus Gesprächen.
4. Meeting-Notizen

Je nachdem, was Du nutzt.
Bei mir ist es Granola.
Damit greift Claude rückblickend auf Deine Kundenmeetings und Gruppencalls zu.
→ "Was haben wir im letzten Meeting mit Kunde X vereinbart?"
→ "Welche Fragen kamen in den Gruppencalls diesen Monat am häufigsten?"
→ "Schreib mir das Follow-up zum Kundenmeeting von gestern."
Die zweite Frage ist übrigens eine Goldgrube für Content.
💡 Die Fragen Deiner Kunden sind Deine nächsten Posts.
5. LinkedIn- und WhatsApp-Nachrichten

Das geht mit Kondo.
Und was Du da alles organisieren kannst: enorm cool.
→ Jeden Morgen sortiert Claude mein LinkedIn-Postfach. Wer hat geantwortet, wer wartet auf mich.
→ Bei Lead-Magnet-Posts seh ich, ob jeder sein PDF bekommen hat. (Früher ist da ehrlicherweise immer mal jemand durchgerutscht.)
→ Entwürfe liegen fertig in Kondo. Abschicken mach ich selbst.
Das geht auch für WhatsApp.
Ideal, wenn Deine Kundenkommunikation dort läuft.
6. Formulare

Bei mir Tally.
Vor jedem Automation-Check füllen Leute ein Formular aus.
Claude liest die Antworten direkt und bereitet mich auf den Call vor.
Kein Export, kein Copy-Paste.
🌳 Stufe 3: Expert Level
Hier steckt etwas mehr Einrichtung drin.
Lohnt sich das?
Definitiv. Hier ist der Hebel am größten.
7. Buchhaltung

Belege zuordnen, Kategorien vorschlagen, offene Posten checken.
📌 Beispiel aus der Praxis: Meine Buchhaltung mach ich mittlerweile komplett im Chat. Claude schlägt vor, ich sag ja oder nein. Dann bucht Claude.
⚠️ Warum Expert: Für sevDesk gibt es keinen fertigen Klick-Konnektor wie bei Gmail. Bei mir läuft das über die Schnittstelle (API). Einmal eingerichtet, läuft's. Fürs Einrichten brauchst Du halt etwas mehr Technik.
8. Automatisierung

Du verbindest n8n direkt mit Claude.
Dann baust und steuerst Du Deine Workflows aus dem Chat.
Du beschreibst, was passieren soll.
Claude baut den Workflow in n8n.
Du schaust drüber und schaltest ihn scharf.
📌 Beispiel aus der Praxis: Zuletzt bei mir: Wer sich auf meiner Website übers Popup einträgt, landet automatisch in beehiiv. Gebaut hat den Workflow Claude.
9. Newsletter

Bei mir beehiiv.
Genau der Newsletter, den Du gerade liest.
→ Bevor ich schreibe, zieht Claude meine letzten Ausgaben. Damit sich nichts doppelt.
→ Für die Betreffzeile schaut Claude, welche Betreffs bisher am besten geöffnet wurden.
→ Freitags holt Claude die Zahlen der Woche. Öffnungen, Klicks, was gezogen hat.

🎯 Das Wichtigste auf einen Blick

✅ Wer seine Apps verbindet, arbeitet im Chat statt in jedem Tool einzeln.
✅ Basic: Mail, Kalender, Drive, To-dos, Notion.
✅ Medium: Meeting-Notizen, LinkedIn und WhatsApp, Formulare.
✅ Expert: Buchhaltung, n8n, Newsletter.
✅ Ein Konnektor lohnt sich, wenn er einen täglichen Handgriff killt.
Dein erster Schritt heute:
Such Dir den einen Handgriff, den Du jeden Tag machst.
Verbinde genau die App dazu.
→ In Claude auf Anpassen
→ Konnektoren
→ App auswählen und freigeben
Der erste Konnektor dauert 5 Minuten.
Mach's heute, nicht irgendwann.
🏃♂️ Persönliches Update
Ich hab ein neues Rabbit Hole: indisch kochen.
Gegessen hab ich's schon immer gern.
Selber nachgekocht bisher eher nicht so viel. Das ändert sich gerade.
Am Anfang war ich echt überfordert. Koriandersamen, Kreuzkümmelsamen und so weiter.
Aber nach ein paar Rezepten hab ich angefangen, das System dahinter zu verstehen. (ein kleines bisschen 😉)
Und ich glaube, so ist es auch mit den Konnektoren.
Wer's einmal probiert hat, will nicht mehr ohne.
Deswegen: Probier's aus. Du willst es bald nicht mehr missen.
Außerdem bau ich gerade fleißig Apps. Für Kunden und auch für mich selbst.
Wie Du Dir eigene Apps für Dein Business baust? Darüber reden wir im nächsten Newsletter.
Du machst Dein Ding.
AI macht den Rest.
Bis nächste Woche 🚀
Bruno


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